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Störungen im Bauablauf
Termin / Ort28.03.2019 I 09:00 - 16:00 Uhr I Chemnitz
Zielstellung

Heute ist nahezu jeder Bauablauf gestört; darüber herrscht Einigkeit. Diese Einigkeit fehlt allerdings regelmäßig bei der Beurteilung, wer Störungen im Bauablauf zu vertreten hat und wie sich diese konkret ausgewirkt haben. Die Analyse gestörter Bauabläufe ist deshalb normalerweise dem baubetrieblichen Gutachter vorbehalten.

In diesem Seminar soll jedoch eine Analysemethodik vorgestellt werden, die angewendet werden kann, um gestörte Bauabläufe konkret zu analysieren. Auch wenn diese Analyse nicht baubegleitend von den Beteiligten selbst ausgeführt werden kann, so soll durch dieses Seminar das Fachwissen vermittelt werden, wie ein Bauablauf zu dokumentieren ist und wie auf Störungen im Bauablauf reagiert werden kann. Für Auftraggeber ist es besonders wichtig, solche Forderungen von Auftragnehmern sachlich prüfen zu können. Für Auftragnehmer ist es besonders wichtig, die hohen rechtlichen Anforderungen an die Nachweisführung erfüllen zu können. An einem konkreten Beispiel wird dargestellt, wie die Forderungen aus gestörtem Bauablauf nachzuweisen sind und wie die entsprechende Prüfung solcher Forderungen zu erfolgen ist. Ziel des Seminares soll es sein, den am Bau Beteiligten ein Verständnis für die Probleme der Gegenseite zu vermitteln und eine gütliche, faire Einigung erreichen zu können.

Inhalt

1. Zur Nachweisführung eines gestörten Bauablaufs

  • der unsubstantiierte Nachtrag
  • rechtliche Anforderungen an den Nachweis
  • baubetriebliche Methoden der Nachweisführung

2. Vertragliches Bausoll: geplanter Bauablauf

3. Konstruktive Nachtragsleistungen: geänderter Bauablauf

4. Bauablaufstörungen: gestörter Bauablauf

5. Beschleunigungsmaßnahmen: beschleunigter Bauablauf

6. Tatsächliche Bauausführung: tatsächlicher Ist-Bauablauf

7. Die terminlichen Folgen gestörter Bauabläufe: Bauzeitänderungen

8. Die kostenmäßigen Folgen gestörter Bauabläufe: Mehrkosten

  • Leerkosten von Personen und Geräten während des gestörten Bauablaufs
  • Beschleunigungskosten von Personen und Geräten während des beschleunigten Bauablaufs
  • Lohn- und Stoffpreisänderung während der Bauzeitverlängerung
  • Baustellengemeinkosten und allgemeine Geschäftskosten während der Bauzeitverlängerung
  • Zusammenstellung der Mehrkosten als Entschädigungsanspruch

9. Vereinfachte Anwendungsbeispiele für die Praxis

  • Mehrkostenberechnung bei Stillstand
  • Mehrkostenberechnung bei Leistungsminderung durch Behinderung
  • Mehrkostenberechnung bei Bauzeitverlängerung

10. Streitlösung am Bau

  • Wirtschaftsmediation, Schlichtung, Adjudikation, Schiedsgutachten, Schiedsgericht
TeilnehmerkreisBauleiter, Projektleiter, Kalkulatoren, Claimmanager
Teilnehmergebühr360,- € / 270,- €*
(inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen u. Getränke)
VeranstaltungsortAMBER Hotel Chemnitz Park
Wildparkstraße 6
09247 Chemnitz
Anmeldeschluss:

Referent/en

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Frank A. Bötzkes
öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Bauablaufstörungen

Baubetriebliches Ingenieurbüro Bötzkes BIB
Der Referent ist als Sachverständiger im Bereich der Analyse gestörter Bauabläufe für Auftragnehmer und Auftraggeber tätig und erstattet Privat-, Schieds- und Gerichtsgutachten zu Bauablaufstörungen, Nachtragsmanagement, verzögerter Vergabe, Terminplanung und Kündigungsabrechnung. Seit Jahren führt er baubetriebliche Seminare bei Verbänden, öffentlichen Bauverwaltungen und Unternehmen durch.

Ansprechpartner

Ulrich Werner
Direktor Bauakademie Sachsen

0351 7957497-13