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Schadstoffe in Bestandsgebäuden
Erkennen, Bewerten und Behandeln von Gebäudeschadstoffen
Termin / Ort18.01.2019 I 09:00 - 16:00 Uhr I Leipzig
Zielstellung

Schadstoffe gelangen häufig mit Baumaterialen oder Möbeln in Gebäude. Beim Sanieren gelangen sie durch Dämmmaterialien, Dichtungsfugen, Anstriche oder Kleber in die Altbauten. Die Liste möglicher gesundheitsgefährdender Stoffe ist lang: Asbest, Formaldehyd, Holzschutzmittel, Chloride, Schimmelpilze, Bakterien und vieles mehr. 

 

Schadstoffe belasten das Raumklima – häufig ohne das es bewusst wahrgenommen wird – und werden über Jahre abgegeben. Schwerflüchtige Substanzen lagern sich dabei gerne an Partikel, wie zum Beispiel Staub an. Je nach Dichtigkeit des Objektes (z.B. nach Sanierungen) und Belastungshöhe der Schadstoffe können die Partikel von gesundheitlichen Problemen bis hin zu schweren Erkrankungen der Nutzer führen.

 

Bei wärmetechnischen Sanierungen zum Beispiel müssen Sie die Grenzwerte für Schadstoffe in Innenräumen beachten. Durch die Verbesserung der Luftdichtigkeit nach einer Sanierung erhöht sich die Schadstoffkonzentration meist. Ist diese Belastung zu hoch, müssen Sie neben den geplanten Maßnahmen eine Schadstoffsanierung vornehmen. Die Schadstoffe sind gesondert zu entsorgen und führen ggf. zu erhöhten Abbruch- und Entsorgungskosten. Hierzu erstellen Sie in der Regel ein Schadstoffkataster und legen Entsorgungswege fest.

 

Im Seminar lernen Sie, welche Schadstoffe Sie an Gebäuden vorfinden und worin ihr Gefahrenpotential besteht. Grenzwerte für Innenräume werden dargelegt. Sie erfahren, wie Sie ein Schadstoff-Screening und/oder Raumluftmessungen zur Analyse von Schadstoffsubstanzen durchführen und das Schadstoffkataster für ein Gebäude aufbauen. Sie lernen außerdem, welche Richtlinien und rechtliche Anforderungen Sie für ihre Planung und Ausführung von Schadstoffsanierungen beachten müssen.

Inhalt
  • Erkennen und Bewerten von Schadstoffen in Innenräumen
  • Erstellung von Schadstoffkatastern
  • Erfassung von Entsorgungswegen 
  • Das Vorsorgeprinzip
  • Schadstoffe in Gebäuden
  • Schadstoffe und Gesundheitsbelastung
  • Schadstofferfassung in Bestandsgebäuden
  • Grenzwerte und Bewertungshilfen
  • Regelungen und Richtlinien
  • Vorgaben der Berufsgenossenschaften im Umgang mit Schadstoffen
  • Ausbau, Entsorgung und Deponierung
TeilnehmerkreisPlaner, Architekten und Ingenieure aus Architektur- und Ingenieurbüros, Bau- und Projektleiter aus Bauunternehmen, Baugrundgutachter, Bautenschützer und Bausachverständige, Handwerker aus Handwerksunternehmen
Teilnehmergebühr290,- € / 220,- €*
(inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen u. Getränke)
VeranstaltungsortBauakademie Sachsen
Standort Leipzig

Heiterblickstraße 35
04347 Leipzig
Anmeldeschluss:

Referent/en

Jörg Brandhorst

Planungsbüro Brandhorst
Das Büro ist seit 1987 als Planungs- und Bauphysikbüro überwiegend im Bestandsbereich sowie im Niedrigenergiehausbeeich(Neubau) mit dem Schwerpunkt Holzbau und schadstoffreduziertes Bauen aktiv. Projektbegleitende Aufgaben, zusammen mit z.B. dem Fraunhofer-Institut, Forschungsvorhaben der Dt. Bundesstiftung Umwelt sowie Dozententätigkeit der BA-Mosbach (FH) sowie für verschiedene Bildungsträger sind weitere Schwerpunkte unserer Arbeit. Aktuell sind wir in der Gesamtplanung von Klimaschutzsiedlungen involviert. Seit 12 Jahren ist das Büro auch in der Erfassung von Schadstoffen in gebäuden sowie der Schadstoffsanierung tätig.

Ansprechpartner

Anja Feldmann
Bereichsleiterin Weiterbildung

0341 24557-31