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Profiseminar: Kritische Situationen im Vergabeverfahren nach der VOB/A EU und VOB/A meistern

Termin / Ort 10.03.2020 I 09:00 - 12:15 Uhr I Dresden
Zielstellung

Die Erfolgsquote bei dem Kampf um öffentliche Bauaufträge ist bei den meisten Unternehmen gering. Bei europaweiten Ausschreibungen "gewinnen immer dieselben".

Ziel des Seminares ist es, Fehler in der Angebotsphase zu vermeiden und die weingen Chancen (auslegungsfähige und/oder unvollständige Leistungsbeschreibung, Bindefristverlängerungen) zu nutzen. Dabei wird die aktuelle Rechtsprechung anhand anschaulicher Praxisfälle erläutert. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt dabei auf dem vergaberechtlich richtigen Verhalten in "kritischen Situationen", wie z. B. dem Aufklärungsgespräch und der klaren Abgrenzung zwischen der im Risiko des Bieters liegenden Spekulation und der zulässigen Ausnutzung von Interpretationsspielräumen in den Angebotsunterlagen. Weiterhin wird das Nachprüfungsverfahren aus Sicht des Bieters, sei es als zuschlagsvorgesehener Beigeladener oder als Antragsteller, der um den Zuschlag kämpft, besprochen.  

Inhalt

Nachtragspotential in den Ausschreibungsunterlagen

  • auslegbare Leistungsbeschreibung
  • unvollständige Leistungsbeschreibung
  • erkennbare Mengenveränderungen
  • Exkurs: sittenwidrige Einheitspreise
  • der vermeintliche Schutz des § 7 VOB/A (umfassende, risikofreie Leistungsbeschreibung)

Aufklärung und Nachreichung

  • Risiken beim Aufklärungsgespräch/-schreiben
  • Nachreichen fehlender Unterlagen
  • Nebenangebote
  • bei EU-weiten Vergaben
  • bei nationalen Vergaben
  • das Unterangebot - Wer ist geschützt?

Vergabeverzögerung

  • Bindefristverlängerung
  • Bindefristverlängerung mit Bedingung

Das Nachprüfungsverfahren

  • die Vergaberüge
  • Form, Inhalt, Frist, Adressat
  • der Nachprüfungsantrag
  • Inhalt, Form, Fristen
  • die Kosten des Nachprüfungsverfahrens
Teilnehmerkreis Geschäftsführer, Niederlassungsleiter, Oberbauleiter, Projektleiter, Bauingenieure, Architekten, Bauüberwacher, öffentliche und private Auftraggeber/Bauherren, Vertreter ausschreibender Stellen aus Bauverwaltungen, Bauträgergesellschaften, Bauunternehmen sowie Architektur- und Ingenieurbüros
Teilnehmergebühr 170,- € / 130,- €* inkl. Seminarunterlagen, Imbiss, Getränke

Die mit einem Stern(*) gekennzeichnete Teilnehmergebühr gilt für Mitgliedsunternehmen folgender Institution/en:

  • Architektenkammer Sachsen
  • Bauindustrieverband Ost e. V.
  • Ingenieurkammer Sachsen
  • Sächsischer Baugewerbeverband e. V.

Veranstaltungsort Bauakademie Sachsen
Standort Dresden
Neuländer Straße 29
01129 Dresden
Anmeldeschluss:

Referent/en

Referententeam
RA Helge Rübartsch
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht und Fachanwalt für Vergaberecht

Rübartsch Rechtsanwälte
Helge Rübartsch ist Inhaber der auf das Bau-, Architekten- und Vergaberecht spezialisierten Kanzlei RÜBARTSCH RECHTSANWÄLTE in Dresden. Er ist nahezu ausschließlich auf diesen Rechtsgebieten seit dem Jahr 2000 tätig, seit 2006 als Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht und seit 2016 als einer der ersten Fachanwälte für Vergaberecht in Sachsen. Ein Tätigkeitsschwerpunkt von Herrn Rübartsch ist die baubegleitende Rechtsberatung bei komplexen Großbauvorhaben im Tief-, Erd- und Straßenbau ebenso wie im Hochbau "von der grünen Wiese bis zum Ablauf der Gewährleistung". Ein weiterer Schwerpunkt ist die umfassende vergaberechtliche Betreuung von der Vorplanung bis zum Zuschlag, sowohl bei Bau- als auch bei Liefer- und Planungsleistungen. Helge Rübartsch und die drei angestellten Rechtsanwältinnen der Kanzlei RÜBARTSCH RECHTSANWÄLTE - alle Fachanwältinnen für Bau- und Architektenrecht - vertreten Bauunternehmen, Auftraggeber, Architekten und Ingenieure hochengagiert sowohl am Verhandlungstisch als auch vor Gericht und Baubehörden sowie vor der Vergabekammer.

Ansprechpartner

Ulrich Werner
Direktor Bauakademie Sachsen

0351 7957497-13