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Der Nachweis von Bauablaufstörungen und Bauzeitverzögerungen

Termin / Ort 23.01.2020 I 09:00 - 16:00 Uhr I Chemnitz
Zielstellung

Noch immer sind Bauablaufstörungen und daraus resultierende Bauzeitverzögerungen die größte finanzielle Verlustquelle für beide Vertragspartner. Deshalb will dieses Seminar einerseits darstellen, was zum qualifizierten Nachweis von Bauablaufstörungen und deren Folgen notwendig ist und andererseits neue Wege aufzeigen, wie durch transparente Terminplanung, präventive Terminsteuerung und durch kooperatives Terminmanagement Bauablaufstörungen bereits in der Entstehung vermieden bzw. deren Auswirkungen auf ein Minimum beschränkt werden können.

Inhalt

Mehrstufiges Nachweisverfahren zur Geltendmachung von Bauzeitverzögerungsansprüchen

  • Baurechtlichen Anspruchsgrundlagen und baubetrieblichen Nachweise
  • spezielle rechtliche Anforderungen an die Nachweise gemäß BGH
  • exakter bauablaufbezogener Kausalitätsnachweis der Bauablaufverzögerung als Folge der Bauablaufstörung

Transparente Terminplanung mit Anordnungsbeziehungen und Reservezeiten

  • Strukturierter Terminplan
  • Vernetzung durch Anordnungsbeziehungen
  • rechenbarer Terminplan
  • Einbeziehung von Reservezeiten/Reservevorgänge

Nachweistiefe der Terminplanuntersuchungen an einem gestörten Bauablauf, dargestellt anhand eines Praxisbeispiels

  • Anforderungen an die Dokumentation

Sonderproblem: Doppelkausalitäten/überholende Kausalitäten

  • Nachweis und Dokumentation der Leistungsbereitschaft des AN

Präventive Terminsteuerung und aussagekräftige Terminprognosen

  • regelmäßige Terminüberwachung durch Soll-/Ist-Abgleich am Terminplan
  • Erarbeitung von wirksamen Steuerungsmaßnahmen durch Terminplanberechnungen mit Alternativen (Bauablaufumstellung, Dispositionsänderung, Beschleunigung usw.)
  • realistische Terminprognosen durch störungsmodifizierte Fortschreibung des Terminplans

Kooperatives und partnerschaftliches Terminmanagement zur Vermeidung von Bauablaufstörungen

  • frühzeitige Terminplankoordination
  • verlässliche Terminfestlegung durch Taktung aller wichtigen Vorgänge nach LEAN Construction Management-Prinzipien
  • kooperative Terminsteuerung durch Zusammenwirken der Vertragspartner
  • Möglichkeiten der vertraglichen Einbindung
Teilnehmerkreis Entscheider, Projektsteuerer, Bauüberwacher, Bau- und Projektleiter, Sachverständige, Juristen sowie Architekten und Bauingenieure, die Vertrags- und Nachtragsmanagement betreiben sowohl von Bauherren als auch aus Architektur- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen und Bauverwaltungen
Teilnehmergebühr 450,- € / 340,- €* inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen u. Getränke

Die mit einem Stern(*) gekennzeichnete Teilnehmergebühr gilt für Mitgliedsunternehmen folgender Institution/en:

  • Architektenkammer Sachsen
  • Bauindustrieverband Ost e. V.
  • Ingenieurkammer Sachsen
  • Sächsischer Baugewerbeverband e. V.

Veranstaltungsort AMBER Hotel Chemnitz Park
Wildparkstraße 6
09247 Chemnitz
Anmeldeschluss:

Referent/en

Referententeam
Prof. Dr.-Ing. Andreas Lang
ö.b.u.v. Sachverständiger für Baupreisermittlung und Abrechnung im Hoch- und Ingenieurbau sowie Bauablaufstörungen

LHR GmbH & Co. KG
Seit 1991 Sachverständiger für Baubetriebs- und Bauwirtschaftsfragen und Projektmanagement sowie 1993 von der IHK Darmstadt zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen berufen. Häufig auch als Schiedsgutachter oder Gerichtssachverständiger für Land- und Oberlandesgerichte tätig. Seit 1995 Professor für Bauwirtschaft, Baubetrieb und Projektmanagement an der Hochschule Darmstadt. Mitautor des Buchs "Bauverzögerung und Leistungsänderung" mit Prof. Dr. Vygen bzw. Dr. Joussen und Dipl.-Ing. Rasch, erschienen erstmals im Bauverlag, 1. Aufl. 1988, bis heute Werner-Verlag, demnächst 8. Aufl. 2019

Ansprechpartner

Ulrich Werner
Direktor Bauakademie Sachsen

0351 7957497-13