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Boden, Baugrund, Abfall - Gesetze, Querverbindungen, Alternativen
Termin / Ort24.10.2018 I 09:00 - 16:00 Uhr I Chemnitz
Zielstellung

Während es sich beim Kauf von Lebensmitteln durchgesetzt hat, das Herkunftsland aufzuführen und anzugeben, ob es sich um ein Ökoprodukt handelt, sich auf den Verpackungen der Nahrungsmittel eine umfangreiche Liste befindet, welche die Lagerungsbedingungen, Mindesthaltbarkeit und die chemischen Zusätze auflistet, hat sich in der Baubranche seit Jahrzehnten hinsichtlich des Umganges mit den Abfällen wenig bis nichts getan. Immer wieder ist zu verzeichnen, dass bei Baumaßnahmen Abfälle (Bodenaushub, Bauschutt etc.) völlig „überraschend“ anfallen, die chemischen und abfalltechnischen Eigenschaften für die Baufirma absolut „unbekannt“ sind, der Zeitplan für die Entsorgung ständigen Änderungen unterliegt und dann große Not besteht, diesen „Dreck“ schnellstens und so billig wie möglich zu entsorgen.

 

Das Seminar gibt einen strukturierten Überblick über die aktuell gültigen Vorschriften und widmet sich insbesondere den für mineralische Abfälle relevanten Reglungen. Dabei werden alle bei der Entsorgung mineralischer Abfälle zu berücksichtigenden, aktuellen abfallrechtlichen Bestimmungen erläutert, Querverbindungen dargestellt, abfallrechtliche Sicherheiten in der Ausschreibung gegeben sowie die Haftungsrisiken aber auch Chancen für den Abfallerzeuger aufgezeigt. Damit richtet sich das Seminar insbesondere an alle im Erd- und Tiefbau tätigen Bauherren, Planer, Bauüberwacher und verantwortlichen Mitarbeiter aus ausführenden Unternehmen sowie der Tiefbauämter bzw. Behörden.

Inhalt
  • Grundsätze für das Abfallmanagement und die Entsorgung von Baustellenabfällen
  • Umweltgesetzgebung im Überblick, was ist neu?
  • Kosten und Nutzen der Probenahme nach PN 98 (LAGA M32) oder doch nach DIN 19698-1?
  • Bewertung der Ergebnisse - nach was eigentlich? (LAGA-Liste Bauschutt 97? VHEB 2001? LAGA Boden 2003? LAGA Boden 2004? Eckpunkte? Ersatzbaustoffverordnung?)
  • Deklaration nach Abfallverzeichnisverordnung – AVV (Bestimmung der Gefährlichkeit von Abfällen, > Z 2 = gefährlich?)
  • Bundesbodenschutzgesetz/Verordnung
  • Ist TOC im Mutterboden ein Problem? Ist Mutterboden dann gefährlich?
  • Pflichtenkaskade nach Gewerbeabfallverordnung
  • alternative Verwertungsmöglichkeiten (Separierung, Homogenisierung, Flüssigboden/Immobilisation [Stabilisierung] von Schadstoffen)
  • Bauherren und Abfallerzeuger, Unternehmerrechte und Pflichten bei der Abfallentsorgung
  • Möglichkeiten der Haftungsreduzierung im Abfallbereich
TeilnehmerkreisBauherrenvertreter, Planer, Bauüberwacher, Bauleiter, verantwortliche Mitarbeiter im Erd- und Tiefbau aus Bauunternehmen, Ingenieurbüros und Bauverwaltungen
Teilnehmergebühr360,- € / 270,- €*
(inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen u. Getränke)
VeranstaltungsortAMBER Hotel Chemnitz Park
Wildparkstraße 6
09247 Chemnitz
Anmeldeschluss:

Referent/en

Prof. Dr. rer. nat. Frank Bär

BAeR - Agentur für Bodenaushub GmbH
Geschäftsführender Gesellschafter der Firma BAeR - Agentur für Bodenaushub GmbH und der ARGE - Bodenmanagement GmbH, Gesellschafter der Firma WMB Bodenverwertungsgesellschaft mbH Neukirchen, ö.b.u.v. Sachverständiger für „Altlastensanierung“ nach § 36 GeWO, Sachverständiger für Sanierung nach § 18 BBodSchG, Sachverständiger für Arbeiten in kontaminierten Bereichen gemäß DGUV 101-004, SiGeKo Rab 30 C, Präsident der IHK Chemnitz, RK Zwickau

Ansprechpartner

Ulrich Werner
Direktor Bauakademie Sachsen

0351 7957497-13