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Nachtragserstellung im gestörten Bauablauf
Termin / Ort02.11.2017 I 13:00 - 16:30 Uhr I Dresden
Zielstellung

Nach einer wegen Bauablaufstörungen verspäteten Fertigstellung eines Bauprojektes verbuchen Bauunternehmen fast immer deutlich erhöhte Herstellkosten. Aufgrund einer sehr dynamischen Rechtsprechung, einer umfangreichen Literatur zum gestörten Bauablauf und der hohen Anforderungen an die Nachweisführung bestehen jedoch immer wieder Schwierigkeiten beim Durchsetzen entsprechender Nachtragsforderungen aufgrund von Bauablaufstörungen.

Dieses Seminar zeigt, wie Mehrkostenforderungen auf Grundlage der VOB/B sowie der aktuellen Rechtsprechung nachträglich aufgestellt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der praktischen Umsetzbarkeit der umfangreichen juristischen Anforderungen an Nachträge aus einem gestörten Bauablauf.

Prof. Heilfort ist ausschließlich als Sachverständiger für Bauablaufstörungen tätig und bearbeitet seit mehr als 15 Jahren Nachtragsforderungen aus dem gestörten Bauablauf. Dieses Tagesseminar bündelt die gesamten praktischen Erfahrungen aus mehr als 150 Bauprojekten sowie die zahlreichen Fachpublikationen des Referenten und stellt eine Verbindung her zwischen den baubetrieblichen Möglichkeiten und der aktuellsten Rechtsprechung der Obergerichte.
 

Inhalt

1. Juristische und baubetriebliche Anforderungen an die Erstellung von Nachträgen
2. Das vertragliche Bau-Soll und die hypothetischen Kosten des ungestörten Bauablaufs

  • Vertragsanalyse: Werklohn, Werkerfolg und Umstände der Leistungserbringung
  • Definition des Soll-Bauablaufs bei Angebotslegung
  • Auswertung der Urkalkulation
  • Prüfung der Angemessenheit von Kalkulation und Bauablaufplanung

3. Darstellung der Anspruchsgrundlage für Mehrforderungen

  • nachträgliche Feststellung der tatsächlichen Leistungserbringung
  • Analyse der Abweichung vom zuletzt geplanten Bauablauf mit dem Bauablauf-Differenzverfahren
  • Umgang mit verschiedenen Störsachverhalten wie Baubehinderungen, Beschleunigungen etc.
  • das neue Bau-Soll nach einer Bauablaufstörung

4. Praktische Berechnung der Anspruchshöhe aus den einzelnen Bauablaufstörungen

  • Differenzierung von Vergütungs-, Schadensersatz- und Entschädigungsansprüchen
  • Lohnmehrkosten aufgrund von Produktivitätsverlusten
  • zeitabhängige Mehrkosten aus verlängerter Vorhaltung von Geräten und Personal
  • Mehrkosten aus der Verschiebung von Leistungen in andere Tariflohnzeiträume
  • Mehrkosten aus dem späteren Bezug von Baustoffen und der Zwischenlagerung
  • Unterdeckung allgemeiner Geschäftskosten
  • sonstige Mehrkosten für Wagnisse, Dokumentation und Vorfinanzierung

5. Durchführung des Gemeinkostenausgleichs

TeilnehmerkreisBau- und Projektleiter sowie Kalkulatoren aus Bauunternehmen
Teilnehmergebühr310,- € / 240,- €*
(inkl. Seminarunterlagen, Imbiss, Getränke)
VeranstaltungsortBauakademie Sachsen
Standort Dresden

Neuländer Straße 29
01129 Dresden
Anmeldeschluss:

Referent/en

Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Thomas Heilfort

Sachverständiger für Bauablaufstörungen, Honorarprofessor für Projektcontrolling an der TU Dresden
Autor zahlreicher Fachpublikationen zum gestörten Bauablauf; Tätigkeitsschwerpunkte: Gutachten, Termincontrolling und Stördokumentation im Zusammenhang mit Bauablaufstörungen; weitere Informationen unter www.heilfort.de

Ansprechpartner

Mario Sachse
Bereichsleiter Weiterbildung

0351 20272-35