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Was ändert sich durch die anstehende Vergaberechtsmodernisierung für die Vergabe von Bau- und Architektenaufträgen?
Termin / Ort19.01.2016 I 13:00 - 16:00 Uhr I Leipzig
Zielstellung

In diesem Seminar erhalten Sie einen Überblick über die vom Europäischen Parlament am 15. Januar 2014 beschlossenen neuen EU-Vergaberichtlinien zur Modernisierung des Vergaberechts, welche am 17. April 2014 in Kraft getreten und vom deutschen Gesetzgeber bis spätestens zum 18. April 2016 umzusetzen sind. Es handelt sich dabei um die tiefgreifendste  Vergaberechtsreform seit dem Jahr 2004, die insbesondere auch auf Vergaben im Baubereich Auswirkungen haben wird.

 

Die Veranstaltung soll Ihnen die Möglichkeit eröffnen, bereits frühzeitig auf die anstehenden Änderungen reagieren zu können (Stichwort: E-Vergabe).

Inhalt

Überblick zu den Richtlinien

Ziele

Einzelne wesentliche Änderungen

    a) Verfahren

  • offenes und nichtoffenes Verfahren
  • Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb
  • Verhandlungsverfahren ohne vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb
  • wettbewerblicher Dialog
  • Innovationspartnerschaften

    b) Vorgaben bezüglich Eignung (insbesondere: Einheitliche Europäische Eigenerklärung)

  • einheitliche Europäische Eigenerklärung à welche Erleichterungen bezüglich der einzureichenden Eignungsnachweise sind hiervon zu erwarten?
  • Online-Dokumentenarchiv „e-Certis“

    c) Verstärkte Einbeziehung von Qualitäts-, Umwelt- oder Sozialaspekten

    d) Änderung von bestehenden Verträgen

  • vertraglich bereits vorgesehene Änderung
  • zusätzliche Leistungen des ursprünglichen Auftragnehmers
  • Auftragsänderungen wegen unvorhersehbarer Umstände
  • Wechsel des Auftragnehmers
  • unwesentliche Änderungen
  • Änderungen von geringem Wert
  • Kündigungsrecht im Falle einer unzulässigen Vertragsänderung

    e) Öffentliche Aufträge zwischen Einrichtungen des öffentlichen Sektors

  • Inhouse-Vergabe
  • Kontrolle durch mehrere öffentliche Auftraggeber
  • Mutter-Enkel-Geschäft
  • Kontrolle durch den öffentlichen Auftraggeber
  • Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Auftraggebern

    f) Sonstige wesentliche Änderungen durch die Richtlinien

  • Verkürzung der Teilnahme- und Angebotsfristen
  • Vermischung von Eignungs- und Zuschlagskriterien
  • teilweise Freigabe der Prüfungsreihenfolge
  • Los-Bildung
  • zentrale Beschaffungsstellen
  • Inanspruchnahme der Kapazitäten anderer Unternehmen
  • soziale und andere besondere Dienstleistungen

    g) E-Vergabe

  • Hintergrund
  • umfasste Schritte des Vergabeverfahrens
  • Umsetzungsfristen

Umsetzung in Deutschland

  • Struktur der Umsetzung
  • eigene Schwerpunkte des deutschen Gesetzgebers
  • Zeitplan zur weiteren Umsetzung in Deutschland
  • Vorstellung Gesetzesentwurf und weiterer zu ändernder Regelwerke
TeilnehmerkreisArchitekten und Ingenieure, Bauüberwacher, Geschäftsführer, Niederlassungsleiter, Oberbauleiter, Projektleiter, Projektsteuerer, Bauunternehmer, Bauleiter aus Architektur- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen, Baubehörden, Bauträgergesellschaften Handwerksunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften
Teilnehmergebühr210,- € / 160,- €*
VeranstaltungsortBauakademie Sachsen
Standort Leipzig

Heiterblickstraße 35
04347 Leipzig
Anmeldeschluss:

Referent/en

Rechtsanwalt Jan Wehner
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

GRUENDEL Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Jan Wehner berät seit 2003 im Vergaberecht, u.a.: Beratung Auftraggeber bei Vergabeverfahren (z.B. Bestimmung Vergabeart, Formulierung Bekanntmachungstexte, Einhaltung Fristen), Unterstützung Auftragnehmer (z.B. Erstellung Angebote, Erhebung von Rügen) und Vertretung in Nachprüfungsverfahren.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Ulrich Werner, MBA
Direktor Bauakademie Sachsen

work0351 7957497-13

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